Möblierte Wohnung vermieten: Tipps & wichtige Infos

Die Rechnung ist leicht: Sie kaufen ein paar schicke Möbel, vermieten Ihre Wohnung teuer unter und machen ordentlich Profit. Wer eine möblierte Wohnung vermieten möchte, sollte sich zuvor jedoch schlau machen. Mit einer Milchmädchenrechnung wirtschaftet es sich selten gut.

In diesem Artikel erfahren Sie, was „möbliert“ überhaupt bedeutet, wie viel Miete Sie verlangen können und warum Sie sich gut absichern sollten.

Möblierte Wohnung: Vermieten auf Zeit

Ob Pendelei, Sabbatjahr oder Auslandssemester: Wer lange nicht zuhause ist, kann die möblierte Wohnung vermieten und Kosten sparen. Noch profitabler ist die möblierte Eigentumswohnung: je luxuriöser das dafür angeschaffte Mobiliar, desto höher der Mietaufschlag. Doch was gilt eigentlich als möbliert?

Die Bereitstellung von Möbeln verrät schon das Wort. Neben Kleiderschrank, Bett und Esstisch gehören aber auch Vorhänge, Lampen und die Waschmaschine dazu. Geschirr und Besteck werden allerdings nicht mitgezählt.

So ermitteln Sie die Mietkosten

Ist Ihre Wohnung über 50% eingerichtet, gilt sie als vollmöbliert und darf entsprechend teurer vermietet werden. Zur Ermittlung der Miete können Sie die folgende Rechnung nutzen:

(Neuwert der Möbel / 10 Jahre Nutzungsdauer) x Anzahl Restjahre. Davon 2 Prozent Zeitwert = monatlicher Aufpreis

Es wird von zehn Jahren Nutzungsdauer ausgegangen. Haben Sie Ihre Möbel gerade erst gekauft, ergibt das 10 x 10 Jahre. Wurden die Möbel schon drei Jahre genutzt, beträgt die Anzahl der Restjahre sieben. Der Wertverlust der Möbel wird auf jährlich 2 Prozent angesetzt.

Also zum Beispiel:

(5.000 Euro Neuwert / 10 Jahre) x 10 Jahre = 5000 Euro x 0,02 = 100 Euro

(5.000 Euro Neuwert / 10 Jahre) x 7 Jahre = 3.500 Euro x 0,02 = 70 Euro

Das heißt, Sie können im ersten Jahr insgesamt 1.200 Euro mehr Miete verlangen. Mit drei Jahren Nutzungsdauer wären es 840 Euro. Nach zehn Jahren gelten Möbel als abgeschrieben.

Möblierte Wohnung vermieten: Berlin hat Sonderregelungen

Diese Rechnung – das Berliner Modell genannt – beruht auf einem Urteil des Berliner Landgerichts. Eine einheitliche Regelung auf Bundesebene gibt es nicht.

Mietzuschlag und aktuelle Miete ergeben den neuen Mietpreis. Wenn Eigentümer die möblierte Wohnung erstmalig vermieten, müssen sie sich am lokalen Mietspiegel orientieren. Achtung: In Berlin gilt die Mietpreisbremse! Ein ortskundiger Immobilienmakler hilft Ihnen gerne bei der Berechnung.

Möblierte Wohnung vermieten: Steuern zahlen und Kosten absetzen

Egal, ob Sie eine leere oder eine möblierte Wohnung vermieten: Steuern auf Ihre Einkommen zahlen Sie in beiden Fällen. Bei der möblierten Wohnung können Sie das Inventar als Werbungskosten geltend machen. Alles, was ursprünglich weniger als 800 Euro netto gekostet hat, dürfen Sie vollständig absetzen. Ab 800 Euro schreiben Sie linear ab.

Manch einer ist versucht, besonders teure Einrichtungsgegenstände anzuschaffen. Empfehlenswert ist das jedoch nur, wenn Sie die möblierte Wohnung langfristig vermieten können. Anfänger oder Unentschlossene sollten zuerst lieber weniger ins Mobiliar investieren. Bewohnen Sie die Wohnung kurze Zeit später (wieder) selbst, können Sie die Kosten weder absetzen, noch auf den Mieter umlegen.

Möblierte Wohnung vermieten: Hausratsversicherung für Mieter keine Pflicht!

Wer eine leere Wohnung bezieht, legt sich in der Regel eine Versicherung für den eigenen Hausrat zu. Das sichert zum Beispiel gegen Diebstahl oder Feuer ab. Als Vermieter einer möblierten Wohnung sind Sie jedoch am Zug. Handelt es sich doch um Ihren eigenen Hausrat, der durch andere genutzt wird.

Und was, wenn der Mieter eine Haftpflichtversicherung abschließt? Wären Sie dann aus dem Schneider?

Selbstverständlich können Sie Ihrem neuen Mieter die Vorzüge einer privaten Haftpflichtversicherung offenlegen. Verlangen dürfen Sie es jedoch nicht. Darüber hinaus muss Ihr Mieter Möbel im Schadensfall nicht ersetzen – er zahlt ja schon die Nutzungsgebühr.

Aus diesem Grund sollten Sie noch heute eine Hausratversicherung abschließen. Je nach Anbieter und Versicherungsumfang liegt der Jahresbeitrag bei unter 100 Euro. Eine lohnende Investition! Zumal Sie die Kosten auf Ihren Mieter umlegen können.

Möblierte Wohnung vermieten: Tipps für den Vertragsabschluss

Einrichtungsgegenstände machen Wohnraum erst gemütlich. Das gilt schon bei der Vermarktung. Je mehr Sie Ihre Wohnung „herausputzen“, desto höher Ihre Erfolgschancen.

Setzen Sie Ihre Wohnung mithilfe des sogenannten Home Staging in einen Kontext.

Platzieren Sie ein paar Zeitschriften und Bücher auf dem Couchtisch. Richten Sie ein luxuriöses Frühstück in der Küche her. Oder stellen Sie einen edlen Wein im Sektkühler neben das Bett.

Waren Sie bei der Mietersuche erfolgreich, geht es nun ans Eingemachte. Praktisch ist eine Inventarliste aller Mietgegenstände. Mithilfe von Fotos lässt sich der aktuelle Zustand dokumentieren. Für pflegeintensive Möbel können Sie im Vertrag Hinweise zur Handhabung festlegen.

Etwas liegt Ihnen besonders am Herzen? Dann bringen Sie es lieber woanders unter. Zum einen dürfen Untermieter Möbelstücke eigenhändig entfernen – und da kann trotz ordnungsgemäßer Lagerung schon mal was kaputt gehen. Zum anderen ersetzt Ihnen auch die Versicherung das seltene Erbstück nicht.

Zu guter Letzt: Denken Sie an die Kaution! Die darf wie bei unmöbliertem Wohnraum maximal drei Nettokaltmieten betragen und schafft zusätzliche Sicherheit.

Für mehr Tipps und Informationen steht Ihnen Immobilienmakler Alexander Werneburg gerne zur Verfügung.

Wohnung selbst vermieten: Tipps, Voraussetzungen und Checkliste

Do-It-Yourself Möbel und Co. sind seit Jahren angesagt. Doch gilt das auch fürs Vermieten? In diesem Artikel erhalten Sie wertvolle Tipps rund ums Wohnung Vermieten: über Voraussetzungen, die Sie erfüllen sollten, bis hin zur praktischen Checkliste.

Wohnung vermieten: Voraussetzungen, die Sie kennen sollten

Sie sind Eigentümer und möchten Ihre Wohnung selbst vermieten? In Städten wie Berlin macht der starke Andrang Glauben, schnurstracks Erfolg zu haben. Gerade als Anfänger sollten Sie jedoch zwei Grundsätze unbedingt verinnerlichen:

  1. Selbst vermieten kostet Zeit!
  2. Vermieten bindet langfristig!

1. Wohnung vermieten – Kosten- und Zeitfaktor

Der Gedanke klingt verlockend: Ihre Eigentumswohnung vermieten Sie auf eigene Faust und kassieren damit monatlich Miete – ganz ohne Arbeit! So einfach ist es jedoch nicht:

Buchhaltung und Steuer

Alljährlich erstellen Sie eine Nebenkostenabrechnung und kalkulieren, ob Ihr Mieter nachzahlt oder Geld zurück erhält. Bewahren Sie alle Rechnungen und Belege sorgfältig auf und sammeln Sie die Ausgaben und Einnahmen in einer Excel-Tabelle. Zur Erleichterung können Sie im Internet (zumeist kostenpflichtige) Software nutzen, die die Rechnerei für Sie übernimmt.

Mieteinnahmen gehören in die Steuererklärung, Anlage V. Versteuert werden die Einkünfte nicht, wenn sie – zusammen mit allen anderen Einnahmen – den gesetzlichen Grundfreibetrag unterschreiten. In der Regel gilt jedoch: Wohnung vermieten = Steuer entrichten.

Versammlungen

Als Vermieter einer Wohnungseinheit nehmen Sie regelmäßig an Eigentümerversammlungen teil. Dort diskutieren Sie über anstehende Renovierungsarbeiten, welche Konsequenzen die fehlerhafte Mülltrennung der Mieter hat und ob der Hauswart seinem Titel noch gerecht wird. Je mehr Eigentümer beteiligt sind, desto zäher können solche Versammlungen sein.

Reparaturen

Mit der regelmäßigen Nutzung einer Immobilie fallen auch Reparaturen an. Ein Hitzesprung im Fensterglas, ein defekter Wasserzähler, ein verstopfter Abfluss: All dies wird an Sie herangetragen, mit der Bitte, die Probleme schnellstmöglich – und in der Regel auf eigene Kosten – zu beheben.

2. Der Bindungsfaktor

Mietspiegel und -bremse

Miete ist gesetzlich geregelt. Dafür sorgen der Mietspiegel, also die ortsübliche Miete, und die sogenannte Mietpreisbremse. So können Sie eine maximal 20 Prozent höhere Miete verlangen, als der Mietspiegel vorsieht. Mit Mietpreisbremse sind es bis auf wenige Ausnahmen wie Neubauten maximal 10 Prozent.

Bei bestehenden Mietverhältnissen können Sie die Monatsmiete nicht aufs Geratewohl erhöhen. Somit sind Sie an eine nur wenig variable Summe gebunden. Apropos Miete:

Zahlungsverzug

Beim Überprüfen Ihrer Kontoauszüge stellen Sie fest, dass Ihr Mieter in Verzug ist. Und das seit zwei Monaten! Ganz so leicht lässt sich ein säumiger Mieter jedoch nicht abwimmeln. Sie müssen noch mindestens einen Monat warten, um ihm kündigen – und das gemäß der gesetzlichen Kündigungsfrist von drei Monaten.

Fristlos können Sie kündigen, wenn ein außerordentlicher Grund vorliegt – zum Beispiel ständiger Zahlungsverzug. Zuvor müssen Sie Ihren Mieter jedoch schriftlich abmahnen. In besonders harten Fällen zieht der zahlungsunwillige Mieter trotz Kündigung nicht aus. Das kann bis zur Räumungsklage führen. Und Sie um viele Mieteinnahmen bringen.

Es ist deshalb unabdingbar, den richtigen Mieter zu finden. Wie Sie das tun, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Wohnung vermieten: Checkliste zum perfekten Mieter

Die Suche nach einem guten Mieter kostet die meiste Zeit. Je professioneller die Suche, desto höher Ihre Chancen auf den Traummieter. Deshalb gilt fürs Wohnung vermieten: Checkliste Punkt für Punkt abarbeiten!

Mietpreis ermitteln

Für die Festlegung des Mietpreises müssen Sie sich mit dem Mietspiegel auseinander setzen. Das ist besonders beim Mieterwechsel wichtig. Orientieren Sie sich an einem alten Vertrag, kommt Ihnen das teuer zu stehen.

Auch vorm Mietwucher sollten Sie sich in Acht nehmen. Versuchen Sie Ihre Mieteinnahmen künstlich in die Höhe zu treiben, zum Beispiel durch Modernisierungen, kann Ihr Mieter vor Gericht ziehen. In Berlin gilt das seit 2019 als Ordnungswidrigkeit; es drohen Geldstrafen und Gefängnisaufenthalt.

Wer sicher gehen möchte, kann den Mietpreis über kostenpflichtige Portale im Internet oder unverbindlich von einem Immobilienmakler ermitteln lassen.

Exposé erstellen

Gute Fotos sind Gold wert. Machen Sie diese bei Tageslicht und mit einer guten Kamera. Schießen Sie lieber viele Fotos und wählen Sie später die besten aus. Für besonders gute Ergebnisse können Sie einen professionellen Fotografen engagieren. Immobilienmakler erstellen darüber hinaus praktische Rundgang-Videos.

Neben allen wichtigen Angaben wie Mietpreis, Quadratmeterzahl und Etage erhöht ein emotionales Exposé Ihre Chancen. Gehen Sie auf die Vorzüge wie abgezogene Dielen ein, beschreiben Sie die Nachbarschaft, die Verkehrsanbindung, Einkaufsmöglichkeiten und den schönen Park in der Nähe.

Verpflichtend ist seit 2014 übrigens auch der Energieausweis, den Sie bei der Hausverwaltung anfragen können. Ein Grundriss ist oft erwünscht. Auch hierfür gibt es Portale, über die Sie den Grundriss kostengünstig vermessen lassen können.

Anzeige schalten

ImmobilienScout und Co. sind praktisch und beliebt. Darüber hinaus gibt es Webseiten, auf denen potentielle Mieter Gesuche einstellen können. Wenn Sie eine Anzeige schalten, müssen Sie diese auch verwalten. Je älter die Anzeige, desto seltener wird sie gefunden. Wenn nur wenige Anfragen eintreffen, sollten Sie die Anzeige neu schalten.

Anfragen verwalten

Wenn Sie mit vielen Anfragen rechnen, ist eine spezielle E-Mail-Adresse sinnvoll. Ihre Telefonnummer sollten Sie lieber nicht veröffentlichen. Erstellen Sie eine E-Mail-Vorlage mit Selbstauskunft für Bewerber. So trennen Sie die Spreu vom Weizen. Wer die Selbstauskunft gar nicht oder unvollständig ausfüllt, gehört aussortiert. Wessen Einkommen die Monatsmiete kaum übersteigt oder wer zu viert in Ihrer Einzimmerwohnung leben möchte, ebenfalls.

Besichtigungen durchführen

Alle vielversprechenden Bewerber können Sie zum Besichtigungstermin einladen. Schneller geht eine offene Besichtigung. Gerade in Berlin kann die Zahl der Besucher jedoch überhandnehmen. Fürs persönliche Kennenlernen und Fragen bleibt wortwörtlich kaum Luft.

Einzelbesichtigungstermine sind zeitraubender. Allerdings gibt Ihnen das mehr Gelegenheit, potentielle Mieter einzuschätzen. Schließlich gehen Sie bald eine langfristige Bindung miteinander ein.

6. Bonität prüfen

Die Zahlungsmoral des Mieters ist wichtigstes Kriterium. Für die Bewerberprüfung sollten Sie deshalb mehr Filter als einen guten Vibe auf der Besichtigung festlegen. Verlangen Sie nach der Schufa-Auskunft, einer Mietschuldenfreiheitsbescheinigung und Einkommens- bzw. Gehaltsnachweisen.

7. Traummieter kontaktieren

Sie haben ihn gefunden? Dann warten Sie nicht zu lange mit Ihrer Antwort. Gerade in Berlin haben Bewerber viele Feuer im Ofen. Stellen Sie eine Top 3 auf. So können Sie auf jemand anderes zurückgreifen, wenn Ihr Favorit schon vergeben ist.

8. Mietvertrag aufsetzen

Zu einem guten Mietverhältnis gehört ein niet- und nagelfester Mietvertrag. Vorlagen aus dem Internet sind praktisch, müssen aber gründlich geprüft und angepasst werden. Denken Sie an eine transparente Aufstellung der Nebenkosten und kritische Punkte wie Untervermietung und Haustiere. Ein Fachanwalt oder ein professioneller Immobilienberater helfen weiter.

9. Übergabeprotokoll erstellen

Ist der Vertrag unterzeichnet und das Einzugsdatum festgelegt, können Sie die Übergabe durchführen. Dafür müssen die Anzahl der überlassenen Schlüssel notiert, Zählerstände abgelesen und etwaige Mängel protokolliert werden.

Am Ball bleiben

Geschafft! Sie können sich endlich zurücklehnen. Mitnichten: Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge, reagieren Sie zeitnah auf Anfragen Ihres Mieters und nehmen Sie Termine zur Eigentümerversammlung wahr. Alle anderen Ärgernisse wie Rechtsstreits bleiben Ihnen mit der Checkliste zur Vermietung Ihrer Wohnung jedoch hoffentlich erspart!

Sie möchten Ihre Wohnung vermieten, privat dafür aber keine Zeit aufwenden? Immobilienmakler Alexander Werneburg und sein Team nehmen Ihnen die Arbeit gerne ab. Sprechen Sie uns noch heute an!

Wohnen in Berlin Wedding: Sehenswürdigkeiten, Mieten und mehr

„You wanna go to the Wedding with me?“ Bei Englischsprechern sorgt dieser Bezirksname schon mal für Verwirrung. Der Wedding – wie ihn die Berliner nennen – klingt auf Englisch zwar nach Liebe, Tanz und Sahnetorte. Sein Ruf aber ist nicht gerade verheißungsvoll. Vielleicht zu Unrecht?

Ob in Berlin Wedding Kriminalität wirklich ein so großes Thema ist, was der Ortsteil zu bieten hat und wie es um den Wohnungsmarkt steht, erfahren Sie in diesem Artikel.

Berlin Wedding: Ost oder West? Ein historischer Ausflug

Wedding fand schon im 13. Jahrhundert urkundliche Erwähnung. Die Kolonisierung der Stadtheide sollte aber erst Ende des 18. Jahrhunderts unter dem Alten Fritz erfolgen. Seit 1861 gehört das traditionelle Arbeiterviertel ganz offiziell zur Stadt Berlin.

Nach dem 2. Weltkrieg bildete der Bezirk Wedding zusammen mit Reinickendorf den französischen Sektor. Ab August 1961 trennte die Berliner Mauer ihn von seinen direkten Nachbarn Pankow und Mitte.

Die Frage, ob Berlin Wedding Ost- oder Westteil war, stellt sich aufgrund der unmittelbaren Nähe zur ehemaligen Mauer bei Neuberlinern öfter. Als Eselsbrücke dient die kulturelle Vielfalt des Wedding. Wie auch in den Westbezirken Neukölln oder Kreuzberg siedelten sich mit Beginn der 70er viele, zumeist türkische Gastarbeiter an.

Übrigens: Den Bezirk Wedding gibt es seit 2001 strenggenommen nicht mehr. Der Wedding ist heute „nur noch“ Ortsteil und gehört zusammen mit Berlin Gesundbrunnen zum Bezirk Mitte. Den meisten Berlinern ist das jedoch ziemlich „schnuppe“. Für sie ist und bleibt der Wedding ein vollwertiger Bezirk.

Berlin Wedding: Sehenswürdigkeiten und andere Schätze

Zugegeben: Der Wedding ist kein Touristenmagnet. Bekannt ist der Ortsteil eher für türkische Supermärkte, Spätis und Wettbüros. Dass Berlin Wedding Sehenswürdigkeiten hat, steht jedoch außer Frage.

Da ist zum Beispiel der wunderschöne Volkspark Rehberge, eine Anlage, die ihren Ursprung in der Eiszeit hat und teilweise unter Naturschutz steht. Ein tierisches Highlight bildet das Wildgehege – dort sind seit kurzem wieder Wildschweine zu sehen. Nebenan steht Berlins älteste Dauerkleingartenkolonie. Sie dient den Berlinern seit 1929 als Ort der Erholung und der Ernte.

Wer nach einem Spaziergang in den „Rehbergen“ Abkühlung braucht, springt im Sommer in den Plötzensee. Das Freibad verspricht Spaß für die ganze Familie. Und wer etwas weiter herausschwimmt, der erspäht in dem artenreichen See womöglich Aal, Wels oder Zander.

Der Plötzensee nimmt in der Geschichte Berlins auch eine tragische Rolle ein. Während der NS-Herrschaft wurden im damaligen Strafgefängnis viele Menschen inhaftiert oder hingerichtet. Heute erinnert ein Mahnmal an die Schrecken dieser Zeit.

Für Abwechslung ist gesorgt

So multikulturell der Wedding ist, so vielfältig ist auch seine Stadtlandschaft. Wen es in die Müller- oder die Badstraße verschlägt, dem verschlägt es auch den Atem. Lärm, Abgase, triste Mietshäuser, relative Armut so weit das Auge reicht.

Doch dann ist da auch der Sprengelkiez, dessen Straßen hippe Restaurants und Bio-Cafés zieren. Der Leopoldplatz, der zum Schlendern über den sonntäglichen Flohmarkt einlädt. Oder der Schillerpark, wo Kinder auf dem Wasserspielplatz toben und sich Hochzeitspaare vor grüner Kulisse ablichten lassen. Also doch ein bisschen „wedding“ im Wedding.

Berlin Wedding: Kriminalität

Aller Idylle zum Trotz: Der Wedding genießt keinen guten Ruf. Nach einer Statistik der Berliner Polizei ist die Zahl der Delikte wie Diebstahl, Brandstiftung und Körperverletzung vergleichsweise hoch – vor allem in Wedding Zentrum. Wesentlich sicherer sind da Bezirke wie Berlin Pankow, Köpenick und Steglitz-Zehlendorf.

Dennoch: Seit 2016 sinkt die Kriminalitätsrate. Und am Berliner Durchschnitt gemessen passiert im Wedding weniger als auf dem Alexanderplatz, im Regierungsviertel oder am Ku'damm. Denn wo viele Touristen sind, da lauern auch die Taschendiebe.

Berlin Wedding: Wohnung gesucht?

Mit einem Blick auf die Bestandsmieten könnte der Eindruck einer Mietpreisoase entstehen. Doch der Schein trügt. Ähnlich wie Berlin Neukölln durchlebt auch der Wedding viele Veränderungen. Kostete der Quadratmeter im März 2017 noch mindestens 7,41 Euro, sind es im Februar 2019 bereits 8,53 Euro kalt. Das ist höher als im bürgerlichen Zehlendorf.

Das größte Angebot bilden kleine Wohnungen. Laut immowelt.de beträgt die Durchschnittskaltmiete dafür 600 bis 700 Euro. Das Angebot für Luxuswohnungen ist beinahe genauso groß – mit monatlichen Mietkosten von mindestens 1.100 Euro kalt. Tendenz steigend.

So ist auch Berlin Wedding von der Gentrifizierung betroffen. Die Schere zwischen Arm und Reich wird größer. Einfache Arbeiter stehen vor überteuerten Cafés. Türkisch-stämmige Großfamilien treffen auf Karriereeltern mit einem Kind. Digital Natives fahren auf Designer Rädern zum Co-Working ins Brunnenviertel – genau dort, wo die Armut am größten ist.

Der Wandel ist aber auch eine Chance für den Wedding, sich neu zu definieren. Die vielen jungen Menschen im Sprengelkiez zeigen, was Berlin Wedding alles zu bieten hat. Vielleicht möchten Sie ihnen folgen?

Wir bei Werneburg Immobilien freuen uns, in Berlin Wedding eine Wohnung für Sie zu finden. Sie sind Eigentümer und suchen einen verlässlichen Mieter? Gerne stehen wir Ihnen von der Wertermittlung bis hin zur Übergabe zur Seite.

Leben in Berlin Neukölln: Wohnung mieten oder Haus kaufen?

Das hängt ganz von Ihrer persönlichen Situation ab. Neukölln ist ein Bezirk der Gegensätze und des Umbruchs. Im hippen Norden konkurrieren junge Menschen aus deutschen Kleinstädten und fernen Ländern um die wenigen, noch verfügbaren Altbauwohnungen. Im gediegenen Süden toben Kinder auf Spielplätzen, bevor sie zum Abendessen mit den Eltern ins Einfamilienhaus zurückkehren.

Was genau den Berliner Bezirk ausmacht, welche Entwicklungen der Immobilienmarkt genommen hat und wie es sich in Neukölln lebt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Neukölln: Ein Bezirk im Wandel

Eigentlich könnte Neukölln auch als Klein-Berlin durchgehen. Die Veränderungen, die der Bezirk in den letzten Jahren erlebt hat, spiegeln die Entwicklung Berlins in vielen Punkten wider:

Gentrifizierung, die zur Migration der Alteingesessenen in die Randbezirke führt. Immobilienpreise, die durch die Decke gehen. Aber auch viele junge Menschen, die mit ihren frischen Ideen für wirtschaftlichen Aufschwung und kulturelle Abwechslung sorgen.

Der Norden: Neukölln 

Der Bezirksteil Neukölln, ein ehemaliges Arbeiterviertel, galt lange als unsicher, nahezu gefährlich und arm. Viele Einwandererfamilien aus türkischen und arabischen Ländern dominierten die Straßen und den Einzelhandel.

Heute schießt jeden Tag ein neues Café mit minimalistischer Einrichtung und drei pflanzlichen Milchalternativen aus dem Boden. Hippe Restaurants verlangen Preise, die sonst eher in Prenzlauer Berg zu erwarten sind. Der Klunkerkranich, eine Rooftop Bar mit Öko-Garten und Kulturevents, zieht Einheimische und Touristen gleichermaßen an.

Es sind aber vor allem die Menschen, die das Gesicht Neuköllns prägen. Ob im idyllischen Körnerpark, in der Hasenheide, am Maybachufer oder im Reuterkiez: Überall tummeln sich junge Menschen aus Deutschland und aller Welt, die es als Künstler oder Studenten nach Neukölln zieht.Wenn Sie in Berlin Neukölln auf der Sonnenallee einen Parkplatz entdecken, sollten Sie sich mental für ein Hupkonzert wappnen. Das Verkehrsaufkommen ist hoch, unter der Woche wird die rechte Spur fast immer durch Lieferfahrzeuge versperrt.

Ein eigenes Auto ist dank der guten Anbindung aber auch nicht nötig. Und neben der Ringbahn, der U7, der U8 und den vielen Bussen lässt sich Neukölln auch wunderbar a pedes und mit dem Fahrrad erkunden. Für letzteres wäre jedoch ein Helm und eine Klingel zu empfehlen. Trotz aller Veränderung bleibt Neukölln noch immer ein raues Pflaster.

Der Süden: Buckow, Britz und Rudow

Wer den flippigen Norden verlässt, taucht in eine andere Welt ein. Der Süden Neuköllns gilt als familienfreundlich, sicher und bürgerlich. In Buckow und Rudow zieren Einfamilienhäuser die Straßen. Es gibt viele Spielplätze, Schulen und Kindergärten. Das Durchschnittseinkommen ist besser und der Deutschanteil an den Schulen höher.

Der Wandel ist hier weniger deutlich zu spüren, überhöhte Mieten und Hipster-Cafés bilden die Ausnahme. Zu den Attraktionen gehören die alte Dorfkirche, der Britzer Garten mit seinem breiten Freizeitangebot, die Gropiusstadt mit ihren Hochhäusern oder die Hufeisensiedlung. Touristen und andere Berliner lassen sich eher selten blicken. Auffällig sind vor allem die vielen Kinder und Familien.

Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist nicht so ideal wie im Norden. Bis auf die U7 verkehrt kein anderer Zug, nur Busse. Dafür sind die Stadtautobahn und der Flughafen Schönefeld schnell zu erreichen. Ein eigenes Auto ist durchaus empfehlenswert.

In Berlin Neukölln eine Wohnung mieten

Bei der Wohnungssuche ist vor allem im Norden viel Geduld gefragt. Selbst eine dunkle Erdgeschosswohnung wird in Berlin Neukölln dankend angenommen  – so groß ist der Andrang auf bezahlbares Mietgut.

Der Preis pro Quadratmeter liegt laut immobilienscout24.de aktuell bei 8,30 Euro und damit nur 10 Cent unter dem Berliner Durchschnitt. Das klingt im Vergleich zu Berlin Mitte mit 10,70 Euro pro Quadratmeter zwar noch günstig. Dass Neukölln mit Zehlendorf, einem der reichsten Bezirke Berlins, fast gleich aufliegt, ist jedoch nahezu grotesk. Denn nirgendwo in Berlin sind die Bewohner so sehr von der Armut bedroht wie in Neukölln.

Im Süden ist der Preis mit durchschnittlich 6,70 Euro pro Quadratmeter moderat. Auch deshalb zieht es viele junge Familien nach Buckow oder Rudow. Die Mietpreise klettern hier jedoch ebenfalls seit Jahren nach oben, wenn auch nicht ganz so rasant wie im Zentrum.

In Berlin Neukölln eine Wohnung kaufen

Eigentumswohnungen sind in Berlin heiß begehrt. Der Preis pro Quadratmeter liegt bei durchschnittlich 2.750 Euro. Spitzenreiter sind die Bezirke Mitte und Charlottenburg, der teuerste Quadratmeter liegt bei über 5.000 Euro.

Wer eine Wohnung in Neukölln kaufen möchte, kommt vergleichsweise günstig weg. In Buckow kostet der Quadratmeter durchschnittlich 1.400 Euro, in Rudow sind es 1.950 Euro und in Neukölln 2.150 Euro pro Quadratmeter.

Angesichts der Preisentwicklung der letzten Jahre und der Aufwertung der Gegend dürfte hier aber mit noch mehr Wachstum zu rechnen sein. Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, eine Eigentumswohnung in Berlin zu kaufen, sollten Sie den Blick deshalb auf Neukölln richten.

Ein Haus in Neukölln kaufen

Ein Haus lässt sich laut immobilienscout24.de in Buckow schon für 300.000 Euro erwerben. Das liegt 168.000 Euro unter dem Berliner Durchschnitt. Im Bezirksteil Neukölln kostet ein Haus 742.000 Euro. Grund dafür ist vor allem das fehlende Angebot.

Für Anleger könnte der Hauskauf im Süden Neuköllns durchaus interessant sein. Auch wenn die Mietpreise weit unter dem Berliner Durchschnitt liegen, werden sie auf lange Sicht steigen. Dank der relativ geringen Kaufsumme könnte sich die Investition langfristig lohnen.

Berlin Neukölln: Wohnung in Zukunft immer begehrter

Egal, ob Sie in Berlin Neukölln eine Wohnung kaufen oder verkaufen möchten: Die Entwicklung der letzten Jahre steht auf Ihrer Seite. Die positiven Veränderungen auf dem Immobilienmarkt und des Umfelds lassen auf eine kontinuierliche Wertsteigerung hoffen.

Eine Mietwohnung im Bezirksteil Neukölln zu finden, wird jedoch immer schwieriger. Hier lohnt sich die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Immobilienmakler aus der Region.

Der Traum vom Garten: Mit Pachtvertrag ein Grundstück bestellen

Sie möchten Ihr eigenes Gemüse anbauen oder dem Großstadtlärm entfliehen? Mit einem Pachtvertrag für ein Grundstück kommen Sie Ihrem Traum ein Stückchen näher. Und zwar ohne große Summen auszugeben. In diesem Artikel erfahren Sie, was genau eine Pacht ist, welche Objekte Sie pachten können und warum Sie beim Pachtvertrag zum Beispiel die Kündigungsfrist beachten sollten.

Warum Pachten nicht gleich Mieten ist

Man sieht ihn von der Ringbahn aus, spaziert an ihm vorbei oder verbringt laue Sommerabende in ihm: Der Schrebergarten gehört zum Leben vieler Berliner. Über 80.000 Parzellen gibt es in der Hauptstadt, sie machen drei Prozent der gesamten Fläche Berlins aus. Die meisten Schrebergärten sind Pachtgärten. Das heißt, der Eigentümer (Verpächter) stellt jemandem (Pächter) durch einen Pachtvertrag seinen Garten zur Verfügung.

Der Pachtgarten ist nur eines von vielen Beispielen. Sie können auch eine Gastwirtschaft, ein Gewässer zum Fischen, ein Stück Wald für die Jagd, eine Imkerei, einen Acker und selbst eine Softwarelizenz pachten. All diese Beispiele haben eines gemeinsam: Sie können gewerblich genutzt werden.

So lässt sich auch der Unterschied zum Mieten erklären. Wenn Sie einen Pachtvertrag für landwirtschaftliche Grundstücke wie zum Beispiel eine Obstwiese haben, können Sie Äpfel und Kirschen pflücken und anschließend verkaufen. Wäre die Wiese gemietet, dürften Sie die Obstbäume lediglich zum Anbringen Ihrer Hängematte oder als Schattenspender nutzen.

Der Pachtvertrag: Grundstück pachten und Erträge ernten

Im Unterschied zum Mieter kann ein Pächter also nicht nur die Fläche selbst, sondern auch das dort vorhandene Inventar nutzen und damit wirtschaften. Das ist besonders praktisch, wenn Sie beispielsweise ein Restaurant führen möchten, aber nicht das nötige Kapital haben. Statt jahrelang Kredite abzuzahlen, können Sie eine bereits bestehende Gaststätte mitsamt Einrichtung und Personal pachten.

Da der Pächter den Betrieb führt, bleiben die Gewinne auch in seiner Hand. Er hat jedoch weniger Gestaltungsmöglichkeiten und muss sich genau an vertragliche Bestimmungen halten. Was einen Pachtvertrag ausmacht und wie er sich vom Mietvertrag unterscheidet, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Gesetzliche Grundlagen des Pachtvertrags

Die Paragrafen 581 bis 597 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) bilden die rechtliche Grundlage des Pachtvertrags. Zusätzlich dazu gelten je nach Nutzungsart noch weitere Gesetze: das Bundeskleingartengesetz für Pachtgärten, das Bundesjagdschutzgesetz für Jagdpachten usw. Es können auch Bestimmungen für Mietverträge genutzt werden, allerdings nicht für Landpachten. Diese bilden in vielen Punkten eine Ausnahme.

Der Pachtvertrag kann laut BGB mündlich geschlossen werden, da er keiner besonderen Form bedarf. Er sollte aber besser schriftlich aufgesetzt werden – gerade, wenn es um detaillierte Vorgaben zur Betriebsführung oder Schönheitsreparaturen geht. Ein weiterer Stolperstein: Mündlich geschlossene Pachtverträge verlängern sich automatisch nach zwei Jahren auf unbestimmte Zeit – mit der gesetzlich festgelegten Kündigungsfrist von 24 Monaten.

So unterscheidet sich der Pachtvertrag vom Mietvertrag

Der Pachtvertrag ähnelt dem Mietvertrag in vielerlei Hinsicht. Der Verpächter verlangt einen Pachtzins für die Nutzung, legt die Betriebskosten auf den Pächter um und kümmert sich um die generelle Instandhaltung. Der Pächter nutzt das Eigentum des Verpächters, verpflichtet sich zur Sorgfalt und ersetzt Inventar im Schadensfall. Es gibt jedoch eine Reihe von Unterschieden:

Pachtzins

Der Pachtzins kann monatlich oder jährlich gezahlt werden. In vielen Fällen wird eine genaue Summe festgelegt. In manchen Fällen lohnt es sich jedoch, den Pachtzins abhängig vom Umsatz zu machen. Erlebt ein Pächter zum Beispiel eine Flaute, kann ihn ein geringer Pachtzins entsprechend entlasten. Der Verpächter wiederum profitiert von einem besonders ertragreichen Monat.

Pachtzinserhöhung

Während Mieter über regelmäßige Mieterhöhungen stöhnen, dürfen Pächter aufatmen. Der Pachtzins darf während der Vertragsdauer nicht erhöht werden, es sei denn, es wurde im Vertrag explizit etwas anderes vereinbart. Eine Ausnahme bildet der Landpachtvertrag: Hier dürfen Verpächter den Pachtzins alle zwei Jahre erhöhen – vorausgesetzt, die Bedingungen haben sich gravierend verändert.

Unterverpachtung

Wer ein halbes Jahr nach Australien geht und in der Zeit seine Wohnung untervermieten möchte, kann beim Vermieter um Erlaubnis bitten. Nicht so beim Pachtvertrag: Sofern im Vertrag nichts anderes festgelegt wurde, dürfen Pächter nach § 589 BGB bei längerer Abwesenheit oder Krankheit nicht an Dritte weiterverpachten.

Kündigungsfrist

Pachtverträge können befristet oder unbefristet sein. Ein befristeter Vertrag endet zum festgelegten Datum, wenn er nicht bereits verlängert wurde. Sowohl Pächter als auch Verpächter können einen unbefristeten Pachtvertrag kündigen. Die Kündigungsfrist beträgt in der Regel sechs Monate und kann nur zum Ende des Pachtjahres erfolgen. Für Landpachtverträge gilt eine Kündigungsfrist von zwei Jahren.

Sonderkündigungsrecht

Der Verpächter darf den Pachtvertrag außerordentlich kündigen, wenn der Pächter den Pachtzins seit mehr als drei Monaten nicht gezahlt hat oder ein anderer wichtiger Grund vorliegt. Dazu zählt auch der Tod des Pächters.

In diesem Falle dürfen sowohl seine Erben als auch der Pächter den Vertrag innerhalb eines Monats zum Quartalsende kündigen. Die sechsmonatige Kündigungsfrist bleibt bestehen. Ein Pachtvertrag für Landwirtschaft kann selbst im Todesfalle des Pächters nicht vor Ablauf der Vertragszeit gekündigt werden. Grund hierfür ist die besonders lange Vertragsdauer von Landpachtverträgen.

Verkauft der Verpächter sein Grundstück oder den Betrieb, ist das für den Pächter laut Gesetz kein außerordentlicher Kündigungsgrund. Der Pachtvertrag geht automatisch an den neuen Eigentümer über und kann nur innerhalb der gesetzlichen Fristen durch den Pächter gekündigt werden.

Pachtvertrag für ein Grundstück nur mit Beratung abschließen

Der Pachtvertrag kann in verschiedenen Bereichen Anwendung finden und bringt viele Vorteile mit sich. Wer sich vom Betrieb zurückziehen möchte, ohne das Geschäft oder den Garten aufzugeben, kann einen Pachtvertrag abschließen. Der Pächter wiederum muss keine großen Summen investieren und kann ohne viele Umwege ertragreich wirtschaften.

Anders als bei Mietverträgen gelten für Pachtverträge jedoch längere Kündigungsfristen und oft sehr genaue Vorgaben für den Pächter. Sie sollten sich deshalb vor Vertragsabschluss ausreichend informieren und fachmännisch beraten lassen. Wir unterstützen Sie gerne!

Baukindergeld

Seit dem 18.September 2018 können Sie bei der KfW das Baukindergeld beantragen. Es ist ein staatlicher Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. Der Zuschuss soll es Familien mit Kindern und Alleinerziehenden leichter machen, ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung zu finanzieren. Pro Kind erhalten Sie 12.000 Euro, ausgezahlt in 10jährlichen Raten zu je 1.200 Euro.

Die Voraussetzung für Ihre Förderung

-In Ihrem Haushalt leben Kinder unter 18 Jahren für die Sie oder Ihr Partner Kindergeld erhalten.

-Ihr Haushaltseinkommen beträgt maximal 90.000 Euro pro Jahr bei einem Kind plus 15.000 Euro für jedes weitere Kind.

-Sie haben frühestens am 01.01.2018 den Kaufvertrag unterzeichnet oder die Baugenehmigung erhalten.

-Ihr neues Zuhause ist zum Stichtag Ihre einzige Wohnimmobilie.

Das Baukindergeld beantragen Sie erst, wenn Sie schon in Ihr neues Zuhauses eingezogen sind.

 

(Quelle: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Neubau/Baukindergeld/)